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8 Momente, die KI verändert haben?

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Kurz gesagt

Kann eine Maschine denken? Diese Frage ist über siebzig Jahre alt. Und auf dem Weg zur Antwort gab es Momente, in denen die Welt kurz den Atem angehalten hat. Ein Schachweltmeister, der verliert. Ein Spielzug, den kein Mensch je gemacht hätte. Und eine App, die in zwei Monaten mehr Menschen erreicht als fast jede andere davor. Heute reisen wir durch acht solche Momente.

Von der Redaktion „Iliyan Hristov“ · veröffentlicht am · aktualisiert am

Worum geht's?

Von „Können Maschinen denken?“ bis zu KI-Agenten

Zum Nachlesen: Was im Video sagt

EinleitungKann eine Maschine denken? Diese Frage ist über siebzig Jahre alt. Und auf dem Weg zur Antwort gab es Momente, in denen die Welt kurz den Atem angehalten hat. Ein Schachweltmeister, der verliert. Ein Spielzug, den kein Mensch je gemacht hätte. Und eine App, die in zwei Monaten mehr Menschen erreicht als fast jede andere davor. Heute reisen wir durch acht solche Momente.

1950: Die Frage1950 stellte der britische Mathematiker Alan Turing eine einfache Frage. Können Maschinen denken? Weil denken schwer zu messen ist, erfand er dafür ein Spiel. Ein Mensch schreibt Nachrichten mit zwei Partnern, die er nicht sieht. Einer ist ein Mensch, einer eine Maschine. Kann er nicht sagen, wer wer ist, hat die Maschine bestanden. Dieses Imitationsspiel kennen wir heute als Turing-Test. Damals gab es noch keinen Computer, der auch nur einen Satz sinnvoll schreiben konnte.

1956: Ein Sommer, ein NameSechs Jahre später trafen sich Forscher an einer Universität in den USA zu einem Sommer-Workshop. Ihr Plan: in wenigen Wochen herausfinden, wie Maschinen lernen und Sprache verstehen können. Dafür brauchten sie einen Namen, und erfanden: Künstliche Intelligenz. Das Ziel erreichten sie nicht in einem Sommer. Es sollte Jahrzehnte dauern. Aber der Name blieb.

1997: Der Weltmeister verliert1997 saß Schachweltmeister Garri Kasparow einem Computer namens Deep Blue gegenüber. Ein Jahr vorher hatte Kasparow noch gewonnen. Diesmal verlor er das Match. Deep Blue dachte nicht wie ein Mensch. Er rechnete einfach unglaublich schnell: rund zweihundert Millionen Stellungen pro Sekunde. Das zeigte zum ersten Mal vor aller Welt: In einer klar geregelten Aufgabe kann eine Maschine die Besten schlagen, ohne zu verstehen, was Schach eigentlich ist.

2012: Computer lernen sehenBilder erkennen war lange fast unmöglich für Computer. Was ist eine Katze? Man kann das kaum in Regeln schreiben. 2012 gewann ein Forscherteam einen großen Bilder-Wettbewerb mit einem neuronalen Netz, das aus über einer Million Beispielbildern gelernt hatte. Es war deutlich besser als alle anderen. Der Trick: Statt Regeln zu programmieren, ließ man das Netz aus Beispielen lernen. Es sieht viele Bilder, sucht Muster und sagt am Ende: Katze. Und gerechnet wurde nicht mehr auf riesigen Rechenschränken, sondern auf Grafikkarten, wie sie in Spiele-Computern stecken. Ab da lernten Computer zu sehen.

2016: Zug 37Go ist ein altes Brettspiel aus Asien. Es hat mehr mögliche Stellungen, als es Atome im sichtbaren Universum gibt. Reines Durchrechnen funktioniert hier nicht. 2016 trat das Programm AlphaGo gegen einen der besten Spieler der Welt an. Im zweiten Spiel setzte AlphaGo seinen siebenunddreißigsten Zug an eine Stelle, die Fachleute zuerst für einen Fehler hielten. Später nannten sie ihn genial. AlphaGo gewann vier von fünf Spielen. Zum ersten Mal hatte eine KI etwas getan, das wie Kreativität aussah.

2017: Aufmerksamkeit2017 veröffentlichten Forscher eine Arbeit mit dem Titel: Attention Is All You Need. Aufmerksamkeit ist alles, was du brauchst. Darin beschrieben sie den Transformer. Die Idee: Beim Lesen schaut das Modell bei jedem Wort, welche anderen Wörter dafür wichtig sind. Im Satz: Der Hund jagt den Ball, weil er spielen will, gehört das Wort er zum Hund. So versteht das Modell Zusammenhänge über lange Texte hinweg. Auf dieser Erfindung bauen fast alle heutigen Sprach-KIs auf. Das T in ChatGPT steht genau dafür.

2022: Alle reden mit der KIEnde November 2022 wurde ChatGPT für alle freigeschaltet. Man konnte einfach Fragen tippen und bekam Antworten in ganzen Sätzen. Nach Schätzungen nutzten es nach nur zwei Monaten schon rund hundert Millionen Menschen. Plötzlich war KI nicht mehr etwas für Labore, sondern für jeden mit einem Handy. Und plötzlich stellten sich neue Fragen: Was stimmt? Wem gehören die Texte? Und wie verändert das Schule und Arbeit?

Heute: KI, die selbst handeltHeute geht es einen Schritt weiter. KI-Agenten beantworten nicht nur Fragen, sie erledigen Aufgaben: suchen, planen, programmieren, buchen. Das ist praktisch, und genau deshalb testen Forscher sehr genau, wo die Grenzen liegen müssen.

Zum SchlussVieles, was gestern unmöglich war, ist heute Alltag. Die spannende Frage ist: Welcher Moment kommt als Nächstes? Vereinfacht erklärt, ohne Gewähr.

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