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Tausend Stunden Training, bevor es echt wird?

🚀 ZukunftstechnologienZukunftstechnologienDeutschQuer · 110 Sek.

Kurz gesagt

Ein Roboter soll einen Becher greifen oder eine Treppe steigen. Bevor er das zum ersten Mal in echt macht, hat er es oft schon unzählige Male geübt – nur eben im Computer. Wie das funktioniert, schauen wir uns jetzt an.

Von der Redaktion „Iliyan Hristov“ · veröffentlicht am

Das Wichtigste in Kürze

  • Echte Roboter sind teuer
  • Stürze machen Technik kaputt
  • Üben in echt dauert lange
  • Simulation heißt: Nachbau im Computer
  • Physik-Engine berechnet Schwerkraft und Reibung
  • Ähnlich wie ein Videospiel
  • Computer rechnet schneller als Echtzeit
  • Viele Kopien üben parallel
Zum Nachlesen: Was im Video sagt

EinleitungEin Roboter soll einen Becher greifen oder eine Treppe steigen. Bevor er das zum ersten Mal in echt macht, hat er es oft schon unzählige Male geübt – nur eben im Computer. Wie das funktioniert, schauen wir uns jetzt an.

Warum nicht einfach in echt üben?Ein echter Roboter übt genau so schnell wie die Zeit vergeht. Wenn er dabei hinfällt, geht Technik kaputt und jemand muss ihn reparieren. Deshalb lässt man ihn zuerst im Computer üben.

Die Simulation: ein Übungsraum im ComputerEine Simulation ist ein Nachbau der echten Welt im Computer. Ein Programm, die sogenannte Physik-Engine, rechnet aus, wie Dinge fallen, rutschen und zusammenstoßen – so ähnlich wie in einem Videospiel. In diesem Übungsraum darf der Roboter so oft scheitern, wie er will.

Viele Versuche gleichzeitigIm Computer kann die Zeit schneller laufen als in echt. Außerdem laufen viele Kopien des Roboters gleichzeitig, jede probiert etwas anderes aus. So kommen tausend Übungsstunden in sehr viel kürzerer Zeit zusammen.

Lernen durch BelohnungDer Roboter bekommt vom Programm Punkte, wenn etwas klappt, und Minuspunkte, wenn er umfällt. Diese Art zu lernen heißt Verstärkendes Lernen – ein bisschen wie Trainieren im Sport, wo man das wiederholt, was gut funktioniert. Nach vielen Versuchen bleibt die Bewegung übrig, die die meisten Punkte bringt.

Vom Computer in die echte WeltDie Simulation bleibt immer eine Vereinfachung – echter Boden ist mal glatt, mal rau. Deshalb verändert man beim Training absichtlich Dinge wie Gewicht, Licht oder Reibung, damit der Roboter mit Überraschungen klarkommt. Danach wird das Gelernte auf den echten Roboter übertragen und dort nur noch nachjustiert.

Zum SchlussÜben im Computer macht Roboter schneller einsatzbereit und spart kaputte Technik. Trotzdem bleibt der erste echte Versuch immer der entscheidende Test.

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