Wie dein Handy das nächste Wort errät?
Kurz gesagt
Du tippst „Ich fahre mit dem“ – und über der Tastatur steht schon „Bus“. Woher weiß dein Handy das? Dahinter steckt KI, also künstliche Intelligenz.
Das Wichtigste in Kürze
- Tastatur zeigt meist drei Wortvorschläge
- Handy rät das nächste Wort
- Kein Zaubertrick, sondern Rechnen
- Programm hat riesige Textmengen gelesen
- Es merkt sich typische Wortfolgen
- Fachwort dafür: Sprachmodell
- Nach „Guten“ folgt oft „Morgen“
- Jedes Wort bekommt eine Chance
Zum Nachlesen: Was im Video sagt
EinleitungDu tippst „Ich fahre mit dem“ – und über der Tastatur steht schon „Bus“. Woher weiß dein Handy das? Dahinter steckt KI, also künstliche Intelligenz.
Der Vorschlag über der TastaturÜber der Tastatur stehen meistens drei Wörter zur Auswahl. Das Handy rät, welches Wort als Nächstes passen könnte. Es liest keine Gedanken – es rechnet.
Muster aus vielen TextenDas Programm hat vorher sehr große Mengen an Text durchgearbeitet. Dabei hat es gelernt, welche Wörter oft hintereinander vorkommen. So ein Programm nennt man Sprachmodell.
Wahrscheinlichkeit statt GedankenlesenNach „Guten“ kommt sehr oft „Morgen“ und fast nie „Fahrrad“. Das Modell gibt jedem möglichen Wort eine Chance, ähnlich wie eine Prozentzahl. Die drei Wörter mit der höchsten Chance zeigt dir die Tastatur an.
Es lernt dich kennenTippst du oft den Namen deines Sportvereins, merkt sich das Handy dieses Wort. Deine eigenen Wörter wandern in ein persönliches Wörterbuch. Darum passen die Vorschläge nach einiger Zeit besser zu dir.
Grenzen und DatenschutzDas Modell versteht nicht wirklich, worüber du gerade schreibst. Deshalb liegen die Vorschläge auch mal daneben. In den Einstellungen deiner Tastatur kannst du nachsehen, was gelernt wird, und es abschalten.
Zum SchlussDie Wortvorschläge sind ein kleines Stück KI in deiner Hosentasche. Dieselbe Idee – das nächste Wort vorhersagen – steckt auch hinter großen Chat-Programmen.