Rich Results Test vs. Schema Validator?
Kurz gesagt
Strukturierte Daten richtig prüfen, Schritt für Schritt am Beispiel der topkompass.de-Bestenliste Bester Einbaubackofen: was JSON-LD und schema.org sind, wie der Google Rich Results Test Produkt-Snippets, Artikel, Breadcrumbs und Videos bewertet, warum alle 8 Produkte ungültig sind, obwohl der Schema Markup Validator 0 Fehler meldet, was die Reiter Screenshot, HTML und More info verraten, wie die schema.org-Typen Product, Offer, AggregateRating, Review, ItemList, Article, BreadcrumbList und Organization zusammenhängen, was du in welcher Reihenfolge reparieren solltest und warum FAQ-Markup kaum noch etwas bringt.
Worum geht's?
Warum 0 Fehler im Validator nicht reichen – Produkt-Snippets, Article, Breadcrumbs, Video und schema.org am Beispiel einer Bestenliste
Zum Nachlesen: Was im Video sagt
EinleitungStrukturierte Daten richtig prüfen, Schritt für Schritt am Beispiel der topkompass.de-Bestenliste Bester Einbaubackofen: was JSON-LD und schema.org sind, wie der Google Rich Results Test Produkt-Snippets, Artikel, Breadcrumbs und Videos bewertet, warum alle 8 Produkte ungültig sind, obwohl der Schema Markup Validator 0 Fehler meldet, was die Reiter Screenshot, HTML und More info verraten, wie die schema.org-Typen Product, Offer, AggregateRating, Review, ItemList, Article, BreadcrumbList und Organization zusammenhängen, was du in welcher Reihenfolge reparieren solltest und warum FAQ-Markup kaum noch etwas bringt.
IntroDer Validator sagt 0 Fehler – und trotzdem sind bei Google alle 8 Produkte ungültig. Wie kann das sein? Genau das klären wir heute. Als Beispiel nehm ich meine Seite topkompass.de, die Bestenliste Bester Einbaubackofen. Zwei Tools, zwei ganz verschiedene Antworten.
Was sind strukturierte Daten?Du siehst sofort: Platz 1 ist ein Gorenje mit 4,35 von 5 Sternen aus 322 Bewertungen. Google sieht erst mal nur Text und muss raten, was was ist. Strukturierte Daten sind wie ein Etikett im Seitencode. Da steht ausdrücklich: Das ist ein Artikel, das der Autor, das das Datum. Für Maschinen, nicht für Besucher. Meist schreibt man das als JSON-LD, einen kleinen Datenblock im Quelltext. Welche Begriffe erlaubt sind, legt schema.org fest, gegründet von Google, Microsoft, Yahoo und Yandex. Stimmt das Etikett, kann Google ein Rich Result daraus machen: Sterne, Preis oder Brotkrumen direkt im Suchergebnis. Ob das klappt, verrät der Rich Results Test.
Rich Results TestDu gibst die Adresse ein, und Google lädt die Seite wie der echte Googlebot. Ergebnis: 11 Elemente gefunden, einige ungültig. Ungültige bekommen keine Rich Results. Darunter der Abruf: Crawlen erlaubt, Seite geladen, Indexierung erlaubt. Technisch ist also alles offen. Dann die Typen: Produkt-Snippets mit 8 ungültigen Elementen, dazu ein gültiger Artikel mit Hinweis, gültige Breadcrumbs und ein gültiges Video. Klick auf Product snippets. Alle 8 Produkte sind rot, jedes mit einem kritischen Problem. Kritisch heißt: Dieses Element fällt komplett raus. Die Meldung ist immer gleich: Either offers, review, or aggregateRating should be specified. Also: Gib ein Angebot, eine Bewertung oder eine Durchschnittsbewertung an. Jetzt der Knackpunkt: Beim Neff steht 4,6 von 5 aus 131 Bewertungen, ab 898 Euro. Aber nur im Beschreibungstext. Und Fließtext liest Google nicht als Daten. Auf der Seite sind Preise klar zu sehen, hier ab 558 Euro. Sie fehlen nur im Etikett. Deshalb gibt's keine Sterne und keinen Preis in der Suche. Bei Articles ist alles grün, also gültig. Die gelbe Meldung Missing field image ist nur eine Warnung: Ein Artikelbild fehlt. Optional, aber mit Bild sieht's besser aus. Darunter Datum, Änderungsdatum und Herausgeber. Auffällig: Der Autor ist eine Organisation, Redaktion Topkompass, keine echte Person. Auch die Breadcrumbs, auf Deutsch Brotkrumen, sind gültig. Das ist der Pfad von Start bis Bester Einbaubackofen. Google kann ihn statt der nackten Adresse zeigen. Das Video passt ebenfalls: Vorschaubild, Upload-Datum, Videodatei und Dauer sind da. PT1M37S ist das Datenformat für 1 Minute 37 Sekunden.
Die getestete SeiteÜber View tested page siehst du die Seite mit Googles Augen. Der Reiter Screenshot zeigt die Handyansicht. Alles rendert vollständig. Der Reiter HTML zeigt den Quelltext nach dem Rendern. Hier prüfst du title, description und canonical, und weiter unten steckt der JSON-LD-Block. Unter More info steht die Antwort des Servers: 200 OK. Seite gefunden, keine Weiterleitung, kein Fehler. Die Header darunter sind technische Details. Page resources listet alle Dateien, die Google geladen hat: Produktbilder, Video-Vorschau und site.js. Überall steht Loaded, nichts wurde blockiert. Und am Desktop? Oben aufs Monitor-Symbol umstellen. Ergebnis: exakt gleich, wieder 8 ungültige Produkte. Das Problem liegt also im Markup selbst.
Schema Markup ValidatorJetzt das zweite Tool, der Schema Markup Validator auf validator.schema.org. Gleiche Adresse rein, links erscheint der abgerufene Quelltext. Rechts das Ergebnis: 0 Fehler, 0 Warnungen. Gefunden hat er vier Elemente: VideoObject, BreadcrumbList, CreativeWork und eine FAQPage. Die FAQPage hat 6 Fragen. Jede ist ein Question-Objekt mit einer acceptedAnswer, darin die Antwort als Text. Sauber gebaut. CreativeWork ist ein Verweis auf die Website, nur Typ und ID. Formal kein Fehler, inhaltlich fast leer. Spannend wird's beim VideoObject. Das ist hier das äußere Element, alles andere hängt darunter. Über isPartOf gehört das Video zum Artikel. Der Artikel hat über mainEntity die Produktliste, eine ItemList mit 8 Einträgen. Und darin die Produkte: nur Name, Beschreibung und Marke. Kein offers, kein aggregateRating. Der Validator meckert trotzdem nicht. Im HTML stehen Preise und Bewertungen sogar in der Vergleichstabelle, etwa 558 Euro und 4,35 Sterne. Aber eben als Text, nicht als Daten. Warum also 0 Fehler? Der Validator prüft nur Grammatik und Vokabular von schema.org. Ob Google daraus ein Rich Result macht, prüft er nicht. Und die FAQ? Fehlerfrei, bringt aber nichts. FAQ-Rich-Results zeigt Google seit 2023 nur für Behörden- und Gesundheitsseiten. Darum fehlt sie im Rich Results Test.
schema.org verstehenAuf schema.org gibt's die ganze Hierarchie. Ganz oben steht Thing, also Ding. Darunter Äste wie CreativeWork, Intangible, Organization, Person und Product. CreativeWork heißt Werk: Article, Review, Webseiten und Videos hängen hier. Deshalb teilen sie sich Eigenschaften wie author oder datePublished. Jeder Typ hat eine eigene Seite. Product hängt direkt unter Thing. Die Tabelle zeigt Eigenschaft, erwarteten Typ und Erklärung. Die zwei wichtigsten: offers erwartet ein Offer, review ein Review. Der erwartete Typ ist wieder ein eigenes Objekt, kein einfacher Text. Offer ist das Preisschild eines Produkts. Es hängt unter Intangible, also Nicht-Greifbares, weil ein Angebot kein Gegenstand ist. Rein gehören price, der Preis als Zahl, und priceCurrency, die Währung, bei uns EUR. Dazu availability, etwa lieferbar oder ausverkauft. AggregateRating sind die Sterne: ratingValue ist der Durchschnitt, ratingCount die Anzahl. Achtung: Dezimalpunkt statt Komma, also 4.35. Statt der Durchschnittsnote gehen auch einzelne Reviews, jeweils mit Text in reviewBody und Note in reviewRating. ItemList ist die Bestenliste. numberOfItems sagt 8, und jedes Produkt steckt in einem ListItem mit position, also Platz 1, 2, 3. BreadcrumbList ist übrigens eine spezielle ItemList. Article hängt unter CreativeWork. datePublished ist das Veröffentlichungsdatum, auf unserer Seite der 16. Oktober 2026. Das passt. Organization beschreibt den Herausgeber, hier Topkompass. Ob Firma, Verein oder Schule, alles ist eine Organization. Mit logo gibst du das Firmenlogo an. Zusammen mit Name und Adresse wird der Absender für Google greifbarer.
Was du reparieren solltestGanz oben: Alle 8 Produkte brauchen offers mit Preis, Währung und Verfügbarkeit, dazu aggregateRating mit Note und Anzahl. Dann ist der Fehler weg. Die Werte hast du schon, sie stehen nur an der falschen Stelle. Beim Neff wären das price 898 und ratingValue 4.6 mit ratingCount 131. Schnell gewonnen: Gib dem Artikel ein image. Ein Bild reicht, und die gelbe Warnung verschwindet. Dann den Autor als Person mit Profilseite statt Redaktion Topkompass. Ein echter Mensch schafft Vertrauen, bei Google heißt das E-E-A-T. Und gib jedem Produkt ein Bild. Unwichtig ist die FAQ. Sie schadet nicht, bringt einer Vergleichsseite aber keine Extra-Anzeige. Da musst du keine Zeit reinstecken.
Welches Tool wofür?Der Rich Results Test ist Pflicht. Er kennt nur Typen, die Google unterstützt, prüft Googles Pflichtfelder und rendert wie der Googlebot. Der Validator ist die Ergänzung. Er zeigt alle schema.org-Typen samt Verschachtelung und findet Tippfehler, aber keine Google-Probleme. Also: zuerst Rich Results Test, dann Validator. Ist alles live, behältst du es in der Search Console unter Verbesserungen im Blick, für die ganze Website.
Was du dir merken solltestPrüf zuerst mit dem Rich Results Test. 0 Fehler im Validator heißt nicht, dass Google zufrieden ist. Preis und Sterne gehören in eigene Felder, nicht in den Beschreibungstext. Denk an den Dezimalpunkt. Und die FAQ bringt kaum noch etwas. Probier's mit deiner eigenen Seite aus! Mehr einfach erklärt auf iliyan-hristov.de. Bis bald!
Zum SchlussZuerst mit dem Rich Results Test prüfen, denn 0 Fehler im Validator heißt nicht, dass Google zufrieden ist. Preis und Sterne als eigene Felder offers und aggregateRating auszeichnen statt im Beschreibungstext, Zahlen mit Dezimalpunkt schreiben, und FAQ-Markup bringt normalen Seiten seit 2023 kaum noch etwas. Vereinfacht erklärt, ohne Gewähr.
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